In unserer Vereinsmeisterschaft bieten wir in diesem Jahr insgesamt 5 Klasse an; es sollte also für jeden etwas dabei sein. Drei Elektro-Klassen treffen auf zwei Verbrenner-Klassen.

Hier ein kleiner Überblick:

Einsteiger/Gentleman – die Klasse für Einsteiger 

kostengünstig – einfach – vielfältig

In unserer neu geschaffenen Einsteigerklasse ist fast alles zugelassen, was 4 Räder besitzt und per Elektromotor angetrieben wird. Diese Klasse ermöglicht Neulingen einen ersten Blick in´s Renngeschehen zu werfen ohne dass dabei der Geldbeutel strapaziert wird. Ein vorgeschriebener Motor, der bei Bedarf von uns ausgeliehen werden kann und eine Beschränkung auf Straßenfahrzeuge sorgt für Chancengleichheit bei gleichzeitig viel Freiraum. Für Fragen und Wünsche stehen die anderen anwesenden Fahrer immer zur Verfügung!

2WD/Formel/Pro10 – die Klasse mit Potential

Die neuste Klasse in unserer Vereinsmeisterschaft ist offen für alle Pancars, sprich alle heckgetriebenen Fahrzeuge mit einer durchgehenden Hinterachse. Wie auch bei den Tourenwagen werden diese Fahrzeuge von Brushless-Motoren angetrieben, verfügen jedoch über Moosgummireifen.
Die Schwierigkeit besteht in dieser Klasse darin, die heckgetriebenen Autos möglichst rund zu fahren und zu hartes Bremsen zu vermeiden, da dies unweigerlich zum Ausbrechen des Fahrzeugs führt, da ja nur die Hinterräder gebremst werden.



Der Aufbau des Chassis an sich ist in dieser Klasse relativ einfach gehalten, da meiste keine komplizierte Fahrwerksmechanik, wie im Tourenwagen, verbaut ist. Motoraufnahme und Halter für die Hinterachse bilden zusammen das s.g. Powerpod, welches mittig an der eigentlichen Chassis-Platte meist mit einer Kugelaufhängung befestigt ist und von zwei seitlichen Links „in Spur“ gehalten wird.

Während die Klasse bis vor zwei Jahren hauptsächlich von den Formel 1 Fahrzeugen dominiert wurde, die vom Chassisaufbau recht ähnlich sind, jedoch mit Formel 1 Karossen fahren, wurde im Zuge unseres neuen Reglements die Klasse auch für die schmalen Pro10 Fahrzeuge geöffnet und vorallem dank dem Mehr an Motorleistung interessant.

So stellt diese Klasse eine echte Alternative für all diejenigen dar, denen Modified zu „eckig“ und materialintensiv ist, man aber trotzdem noch schnell fahren möchte. Die Rundenzeiten liegen auf Modified-Niveau, jedoch ist das Fahrbild deutlich runder und schöner anzusehen. Nebenbei sehen die Karossen aus wie damals die Sportprototypen der Gruppe C bzw WSC und faszinieren durch ihren deutlich höheren Anpressdruck verglichen mit den Tourenwagen.

Tourenwagen Standard

Die wahrscheinlich mittlerweile populärste Klasse unter den Elektroklassen – Tourenwagen Standard. Wie der Name schon verrät, ist die Materialschlacht durch einige Vorgaben und Beschränkungen recht gut eingedämmt. Durch einen festgelegten Motor, Zero-Boost-Regler ohne Powersoftware und eine festgelegte Untersetzung wird die Chancengleichheit ungemein erhört.

Lediglich bei den Reifen und Karossen sowie dem Fahrzeug selbst hat man die Qual der Wahl. Während bei den Chassis immer noch ein bunter Mix aus sämtlichen Herstellern herrscht, haben sich bei den Karossen einige wenige durchgesetzt war zu einem recht einheitlichen Bild in den Tourenwagenklassen führt. Auf dem Greuthof funktionieren wie auf den meisten Strecken die Sorex-Reifen am Besten.

Durch den permanenten Allradantrieb – sei es durch Riemen oder Antriebswelle – sind die Tourenwagen einfacher zu fahren als die 2WD´ler, was diese Klasse zusammen mit den Beschränkungen für Einsteiger am attraktivsten macht. So ist es nicht verwunderlich, dass bei uns in dieser Klasse die meisten Fahrer und die meisten Jugendlichen unterwegs sind!

Tourenwagen Modified

Vom Grundgerüst her identisch mit Tourenwagen Standard, nur ohne Motorbeschränkung und freigegebener Untersetzung. Ebenso sind sämtliche Regler erlaubt. Auch Moosgummireifen sind bei uns zugelassen. Man ahnt es schon – die mit Abstand schnellste bei uns gefahrene Elektroklasse was die Endgeschwindigkeiten angeht. In der Rundenzeit allerdings nur geringfügig schneller als unsere 2WD-Klasse.

Verbrenner Glattbahn 1/8

Die schnellste der Verbrenner-Klassen, die Fahrzeuge im Maßstab 1:8 mit Allradantrieb über Zahnriemen und Karosserien, die enormen Abtrieb generieren und das Fahrzeug regelrecht auf den Asphalt „pressen“. Dadurch werden enorme Kurvengeschwindigkeiten erreicht, wie sie bei den Verbrennern nur in dieser Klasse möglich sind. Für die Zuschauer zusammen mit dem Sound der Motoren ein echter Augenschmaus, der Motorsport-Feeling garantiert. Allerdings in unserer Vereinsmeisterschaft nur sehr spärlich besetzt, da unsere Fahrer in dieser Klasse meist auf größeren Rennen europaweit unterwegs sind.

Verbrenner Glattbahn 1/10scale

Die Klasse 1:10scale steht im Feeling den 1:8ern in nichts nach und glänzt mit spannenden Zweikämpfen und einem realistischen Erscheinungsbild. Ebenfalls allradgetrieben ermöglichen diese kleinen Wunderwerke der Technik enorm hohe Geschwindigkeiten und bieten dank ihrer Wendigkeit großes Zweikampfpotential. Wie bei den 1/8ern auch allerdings nur sehr selten bei den Rennen zur Vereinsmeisterschaft unterwegs.