Am vergangenen Sonntag fanden sich 22 Fahrer verteilt auf drei Klassen in Greuthof ein. Bei perfektem Sommerwetter wurde bereits am Samstag fleißig trainiert. Der Sonntag hingegen versprach kühlere Bedingungen, was sich auch im Zustand der Strecke widerspiegelte. Vor allem am Sonntagmorgen war aufgrund der kühlen Temperaturen der Griff noch recht spärlich vorhanden.
Die Klasse 1:8 wurde dieses Mal mangels Teilnehmer nicht gefahren. Es lag nur eine Nennung vor, Bernd entschied sich jedoch kurzfristig, die FWD-Klasse aufzufüllen. Stefan und Christian taten dies ebenso. So kamen in FWD vier, GT LMH 13 und TW 17.5T fünf Starter zusammen.

Durch die nur vier notwendigen Gruppen ergab sich im Zeitplan eine recht lange Pause nach einem Durchgang.
Die 13 Starter in GT LMH zeigen weiterhin den aufsteigenden Trend der Klasse. Nicht nur die optisch ansprechenden Karosserien und das draus resultierende realistische Fahrbild sprechen für diese Klasse. Auch das einfache Fahrverhalten der Fahrzeuge macht diese Klasse für viele attraktiv. Durch den RCK 17.5T Motor gepaart mit der Übersetzung von 4,75:1 liegt die Geschwindigkeit in einem angenehmen Bereich, der schnell genug ist, aber immer noch enge Fahrzeug an Fahrzeug Manöver zulässt, wie Joachim und Johannes am Sonntag eindrucksvoll zeigten.

Aber der Reihe nach. Bereits in den beiden Vorlaufdurchgängen, die vor der Mittagspause gefahren wurden, zeigte sich im GT LMH Cup, dass der Rennsieg recht sicher an Johannes oder Joachim gehen wird. Während Joachim den ersten Durchgang mit 10 Sekunden Vorsprung für sich entscheiden konnte, geriet er im zweiten Durchgang am Laufende etwas in den Verkehr. Das gab Johannes, der über die gesamte Laufdauer bereits sehr nah an Joachim dran war, die Chance, den Lauf zu drehen. Am Ende gewann Johannes den zweiten Durchgang mit 1,5 Zehntelsekunden vor Joachim – Punktgleichstand. Da der zweite Lauf jedoch der schnellere war, ging die Pole im GT LMH Cup an Johannes Weber. Joachim Altenhof und Krisztián Kurucz folgten auf den Startplätzen zwei und drei. Die Pole Position für die B-Finale sicherte sich Benjamin Falk.
In der Klasse 17.5T Tourenwagen waren die Vorläufe recht unspektakulär, aber nicht minder interessant. Tim Schneider zeigte, dass er die minimalen Fahrzeugdefizite vom letzten Lauf behoben hatte und sicherte sich beide Vorläufe in dieser Klasse. Position zwei ging einmal an Christian Ruoff und einmal an Emanuel Riplinger. Emanuel hatte den schnelleren Lauf und machte dadurch Startposition zwei klar. Christian Ruoff folgte auf Startplatz 3.

Bei den Fronties ging der erste Vorlauf recht deutlich an Sven Reule. Er legte am Ende rund 8 Sekunden zwischen sich und Bernd Nottebom. Im zweiten Lauf musste er sich jedoch mit Rang 3 zufriedengeben. Dieser Lauf ging an Bernd Nottebom gefolgt von Christian Ruoff. Am Ende hieß die Startreihenfolge somit Bernd Nottebom vor Sven Reule und Christian Ruoff.
Nach der Mittagspause ging es wie gewohnt in die Finalläufe, deren Durchgänge mit dem B-Finale GT LMH Cup begannen. Hier ließ Benjamin Falk nichts anbrennen und gewann vier der vier Finalläufe. Der sichere Sieg im B-Finale GT LMH.
Die A-Finale versprachen nach den engen Vorläufen bereits ordentlich Spannung und wurden dieser Erwartungshaltung absolut gerecht. Johannes ging von der Pole-Position in die Finale, musste sich aber fortwährend dem Druck von Joachim widersetzen. Im ersten Finale gelang ihm dies recht gut und er gewann den Lauf vor Joachim und Krisztián. Auch der zweite Lauf begann wieder gleich. Johannes und Joachim konnten sich Stück für Stück vom Feld absetzen. Nach einem kleinen Fehler im Bergabstück, der einen kurzen Ausflug auf die Wiese nach sich zog, musste Johannes Joachim vorbeiziehen lassen und konnte diese Lücke bis zum Laufende nicht mehr schließen.
Im dritten Durchgang lieferten sich die beiden abermals ein spannendes Duell, das von vielen Führungswechseln aber auch einigen leichten Fahrzeugkontakten geprägt war. Selten war der Abstand größer als ein paar Fahrzeuglängen. Durch das stetige Verteidigen der Position und den ein oder anderen kurzen Ausflug abseits der Strecke, war am Laufende Krisztián der glückliche Sieger. Johannes und Joachim mussten sich mit den Positionen zwei und drei zufriedengeben.
Somit war im vierten Finallauf noch alles offen. Der Start verlief abermals sauber und ohne größere Zwischenfälle. Dieses Mal konnte sich Johannes in kleinen Schritten Runde für Runde von Joachim absetzen und fuhr den Finallauf fehlerfrei zu Ende. Joachim und Krisztián folgten auf den weiteren Positionen.
Somit stand nach spannenden Finalläufen Johannes Weber als Tagessieger fest und verwies Joachim Altenhof und Krisztián Kurucz auf die weiteren Plätze.

Aber auch die anderen Klassen waren nicht weniger spannend! Im ersten Finallauf konnte in der Klasse TW17.5T Tim Schneider an die Leistung der Vorläufe anknüpfen. Der Finalsieg ging mit deutlichem Vorsprung auf Emanuel Riplinger an ihn. Emanuel drehte den Spieß jedoch im zweiten Finallauf um und gewann diesen knapp mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Tim. Mit einem weiteren Laufsieg im dritten Durchgang sah es bereits nach einer Vorentscheidung zugunsten von Emanuel aus. Tim war damit nicht einverstanden. Er fuhr zum Laufsieg im vierten Durchgang – Punktgleichheit!
Sowohl Tim als auch Emanuel hatte damit je zwei Siege und zwei zweite Plätze zu Buche stehen. Bei Gleichstand wird für die Gesamtwertung zunächst das beste Einzelergebnis herangezogen. Da dies bei beiden ebenfalls gleich (ein Sieg) war, entschied der schnellere Lauf. Hier schlug die Auswertung zugunsten von Tim aus, der beim ersten Finalsieg 37 Runden in 7:03.381 Minuten fuhr. Emanuels schnellster Lauf waren ebenfalls 37 Runden, jedoch in 7:07.493 Minuten und somit rund 4 Sekunden langsamer.
Damit holte sich Tim Schneider knapp den Tagessieg vor Emanuel Riplinger und Christian Ruoff, der alle Finalläufe auf Position 3 liegend beendete.
In der Fronti-Klasse reichte es Bernd im ersten Finallauf trotz des Starts von Pole nicht zum Sieg. Er musste sich Sven geschlagen geben und ging auf Position zwei liegend über die Ziellinie. Sven konnte nach einigen Positionswechseln auch den zweiten und dritten Finallauf für sich entscheiden und machte damit den Tagessieg klar.
Im vierten Durchgang kam Bernd nochmal zurück und gewann das Finale vor Sven und Christian. Bernd reichten der Sieg sowie zwei zweite Plätze zu Gesamtrang zwei.
Somit lautete die Reihenfolge am Ende Sven Reule vor Bernd Nottebom und Christian Ruoff.
Vielen Dank für euer Interesse am Sommer Cup und die immer angenehme Atmosphäre auf und neben der Strecke!
Obwohl die Leistungsdichte dieses Mal deutlich höher war, wurde sehr selten mit dem Messer zwischen den Zähnen gefahren und selbst wenn, lief alles fair ab – danke!
Weiter gehts mit dem dritten Sommer Cup Lauf am 12. Juli!
















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