Rennbericht: Sommer Cup Lauf 1

Lange war nicht richtig klar, ob das Wetter zum ersten Sommer Cup Sonntag sommerlich oder eher herbstlich werden würde. Aus den zunächst angekündigten Gewittern und Regenschauern wurde zum Glück nichts. Lediglich am Samstagabend zog ein Gewitter mit Regen über den Greuthofring. 

Aufgrund der doch recht guten Wettervorhersage und der Mund zu Mund Propaganda kam es, dass wir die Nennung bereits vor dem offiziellen Nennschluss mit 40 gemeldeten Teilnehmern schließen mussten. 

Man muss wohl lange in der Geschichte der Vereinsrennen zurückblicken, um ein derart großes Starterfeld vorzufinden. 40 Starter – eine Zahl, die uns einerseits wahnsinnig freut, andererseits aber auch vor Herausforderungen stellt. Bereits im Vorfeld war klar, dass es parkplatztechnisch etwas eng werden würde. Das war es schlussendlich auch, aber wir konnten dennoch alle gut unterbringen. Allerdings ist nach dem Wochenende auch klar – mehr Teilnehmer gehen definitiv nicht mehr aufs Gelände. 

Breits am Samstag war trainingstechnisch einiges auf der Strecke los. Unter trockenen und angenehm lauen Trainingsbedingungen drehten rund die Hälfte der Teilnehmer bereits ihrer Runden um Erfahrung für den Sonntag zu sammeln. 

Am Sonntagmorgen fand dann erst das PKW-Puzzle und anschließend das große Aufbauen statt. Unser Fahrerlager fasst mit in der üblichen Sommer Cup Belegung ca. 7 Teilnehmer + Rennleitung, sodass sich der Rest in Pavillons oder unter freiem Himmel auf der Wiese hinter unserem Fahrerstand niederlies. Die so entstehende Fahrerlageratmosphäre finden wir immer sehr schön und vor allem echt gemütlich, auch wenn wir an der leichten Hanglage und den sich damit ergebenden Unterleg-Aktionen leider nichts ändern können. 

Die Fahrerbesprechung um 9:30 Uhr brachte keine bahnbrechenden Neuigkeiten. Der Modus von den Jahren zuvor mit 2 Vorläufen und 4 Finalen wurde beibehalten. In die Wertung gingen der beste Vorlauf sowie die drei schnellsten Finalläufe ein. 

Aufgrund von 18 Startern im GT-Cup fuhren wir dort seit langem einmal wieder ein B- und C-Finale sodass es dieses Mal wieder mehr auf eine gute Leistung in den Vorläufen ankam. 

Den Klassen TW 17.5T, Truck und 1:8GT reichte ein A-Finale aus. Bei SD-Sport fanden sich zwei und bei FWD lediglich ein Starter ein, sodass wir die beiden Klassen zusammenlegten und gemeinsam fahren ließen. 

Die Vorläufe verliefen in allen Klassen quasi stressfrei und meist stellten die üblichen Verdächtigen ihre Fahrzeuge in den jeweiligen Klassen auf Startplatz 1. So holten sich Tim Schneider (GT Cup), Daniel Wohlgemuth (TW 17.5T) und Norbert Schmid (Truck) jeweils die Pole Position. Bei 1:8GT gelang es Lars Litzinger zum ersten Mal, Bernd Nottebom in den Vorläufen hinter sich zu lassen. Bei der kombinierten Klasse FWD/SD hatte Lars Volz die Nase vorn. 

Die Einteilung der Finalläufe während der Mittagspause brachte einen weiteren Aspekt des massiven Teilnehmerzuwachses zu Tage. Aufgrund der Durchlaufzeit von rund eineinviertel Stunden besagte der Zeitplan für die Finale ein Ende der Veranstaltung von kurz nach 18:00 Uhr. Wir waren selbst etwas überrascht. Jedoch war dies bei einer regionalen Veranstaltung mit Startern hauptsächlich aus dem näheren Umkreis noch vertretbar. Beim nächsten Rennen werden wir diesen Umstand aber auf dem Schirm haben. 

In der Mittagspause sorgte unsere Küchenmannschaft für den nötigen Nachschub an Energie um für die spannenden Finale gerüstet zu sein. 

Schaut man aufs Gesamtergebnis könnte man vermuten, dass alles wie immer war. Die üblichen Verdächtigen vorne, der Rest dahinter. Ja – sieht auf den ersten Blick danach aus. Den GT Cup und TW 17.5T konnten Tim Schneider bzw. Daniel Wohlgemuth komplett für sich entscheiden. Im GT Cup entbrannte dahinter jedoch ein enges Duell zwischen Mirco Thalheimer, Michael Koos und Johannes Weber. Nach dem dritten Finaldurchgang, in dem sich Michael und Johannes über die komplette Laufdauer ein spannendes Duell lieferten, war noch alles offen. Tims Tagessieg stand bereits fest, jedoch wurden die Positionen 2, 3 und 4 erst im vierten Finaldurchgang entschieden. 

Tim trat nicht mehr an um nicht in den Kampf um Gesamtposition 2 einzugreifen. Mirco gelang vom Start weg ein blitzsauberes Finale. Michael Koos konnte zunächst folgen, legte sein Fahrzeug dann jedoch aufgrund eines etwas zu eng genommenen Kerbs im Bergabstück aufs Dach. Johannes ging vorbei und konnte sich zunächst an Mirco heranfahren. Der hielt dann jedoch den Vorsprung konstant, sodass das Ergebnis im vierten Finale Mirco vor Johannes und Michael lautetet. Damit hatte sich Mirco Gesamtrang 2 errungen und Johannes sowie Michael auf die weiteren Positionen verwiesen. 

Die B- und C Finale waren nicht weniger spannend. Auch dort gab es enge und meist faire Positionskämpfe. In den B-Finalen gelang Dominik Waldenmaier der „Clean Sweep“ – 4 Siege in allen vier Finalen. Im C-Finale war es wiederum deutlich weniger klar. Hier wechselten sich Benjamin Falk, Andreas Dietrich und Norbert Schmid in Sachen Sieg ab. Auch hier sollte das vierte Finale die Entscheidung bringen. Benjamin Falk gelang sein zweiter Finalsieg und somit holte er sich den Sieg im C-Finale. 

In der schnellen Tourenwagenklasse ließ Daniel Wohlgemuth nichts anbrennen. Von Pole aus gestartet dominierte er ungefährdet alle Finalläufe. Dahinter fand ein spannender Schlagabtausch zwischen Frank Wellein und Simon Kraus statt. Aufgrund technischer Gebrechen am Fahrzeug ging Frank lediglich von Startplatz 5 aus in die Finalläufe. Dennoch gelang es ihm mit drei zweiten Plätzen, Gesamtrang 2 klar zu machen. Simon Kraus musste mit Rang 3 vorliebnehmen. 

Bei 1:8GT fand das übliche Duell zwischen Bernd Nottebom und Lars Litzinger statt. Dieses Mal mit einem Vorteil zugunsten von Lars, der von Startplatz 1 ins Rennen ging. Bernd zeigte jedoch mit durchweg konstanten Finalen, dass die schnellste Runde alleine nicht für Siege ausreicht. Mit vier Siegen verwies er Lars auf Position zwei und gewann deutlich die Klasse 1:8GT. 

Unsere Truck Klasse war wie üblich fest in Fellbacher Hand. Lediglich Marcel Wolf vom RT Fichtenberg sprengte die sonst reine Fellbacher Zusammenkunft. Mit zwei zweiten und einem dritten Platz schaffte er beim ersten Rennen direkt den Sprung aufs Podium. Vorneweg fuhr Norbert Schmid zu vier Siegen. Ihm folgte Harald Riester auf Gesamtrang 2. 

Die gemischte Klasse ging deutlich an Lars Volz, der mit dem einzigen Fronti dort unterwegs war. Die SD Sport Wertung ging an Stefan Nottebom vor Michael Armbrust. 

Als die Trucks gerade den letzten Finaldurchgang des Tages bestritten setzte leichter Nieselregen ein. Der wurde im Vorfeld von dunklen Wolken bereits angekündigt, sodass einige direkt nach dem eigenen letzten Finale mit dem Abbau der Pavillons begonnen hatten. 

Die Siegerehrung verlegten wir damit etwas nach hinten und versammelten uns zum Tagesabschluss noch einmal im Zelt, um die jeweiligen Gesamtsieger zu ehren. 

So ging ein langer, aber in unseren Augen sehr angenehmer Renntag zu Ende. Auf der Strecke fanden viele spannende Duelle statt. Zum größten Teil wurde fair gefahren und größere verbale Auseinandersetzungen blieben aus. Wir sind mit 40 Teilnehmern aber definit an der Oberkante angekommen was Gelände und der Rahmen einer Ein-Tages-Veranstaltung hergeben. Herzlichen Dank an alle helfenden Hände und Unterstützer!

Wir hoffen, alle hatten ihren Spaß und freuen uns bereits jetzt auf den nächsten Sommer Cup am 30.06.!

2 Responses

  1. Roland Spiess
    | Antworten

    Guten Tag.
    Es war wie immer eine sehr gelungene Veranstaltung und dadurch wird das RC Car Hobby in ein sehr gutes Bild gesetzt. Der Greuthof Ring ist immer eine Reise wert , auch für Nichtfahrer . Das Team um Johannes Weber ist sehr engagiert und immer freundlich. Auch bei einem großen Andrang in der Mittagspause bleiben Sie cool und behalten den Überblick bei der Essensausgabe . Auch die Angebotenen Speisen und Getränke sind sehr gut.

    • Johannes
      | Antworten

      Hallo Roland,
      Vielen Dank für Deine Worte im Namen des gesamten RC-MSC Teams! Es freut uns jedes Mal, zu hören, dass unser Schaffen ankommt und sich der Aufwand lohnt.
      Viele Grüße
      Johannes

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