Streckenerneuerung 2020

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Das vergangene Jahr 2020 war für viele Vereine ein schwieriges Jahr. Rennveranstaltungen und Gastfahrerbetrieb waren nur sehr eingeschränkt möglich und im Herbst folgte dann wieder der komplette Stillstand.
Wir haben die Zeit über den Sommer genutzt und ein bereits seit längerem in Planung befindliches Vorhaben endlich umgesetzt – eine neue Asphaltdecke für den Greuthofring! Um den finanziellen Rahmen nicht zu sprengen haben wir uns gegen das Abfräsen der alten Deckschicht entschieden. Dank eines Haftklebers konnte eine neue Deckschicht direkt auf die alte aufgebracht werden.

Anfang Juli begannen die Vorbereitungen für das Bauvorhaben. Die Ränder der alten Deckschicht mussten von Gras und Moos befreit werden. Die alten Kerbs in den Kurven wurden weggespitzt um ganz zum Schluss wieder neu gestaltet zu werden und die Strecke wurde an manchen Stellen auf eine einheitlichere Breite gebracht.

Das Aufbringen der neuen Deckschicht war für den 16. Juli geplant. Allerdings machte uns regnerisches Wetter einen ordentlichen Strich durch die Rechnung. An ein reibungsloses Asphaltieren war bei den Bedingungen nicht zu denken. So wurde die Aktion auf den darauffolgenden Tag verschoben.

Die Asphaltkolonne der Firma AMOS Bau rückte früh morgens an um zunächst den Haftvermittler auf die alte Deckschicht aufzubringen. Geleichzeitig wurde der Gehwegfertiger vorbereitet. Das teilweise steile Gefälle auf der Strecke und die engen Radien ließen den Einsatz eines größeren Fertigers nicht zu.

Um kurz nach 9 Uhr kam der erste LKW mit Themobehälter und rund 10 Tonnen Asphalt im Greuthof an und der Einbau begann. Angefangen wurde im Knick vorm Fahrerstand und anschließend mit dem Uhrzeigersinn eingebaut. Trotz des kleineren Fertigers war an einigen Stellen zusätzlich aufwendiger Einbau per Hand nötig. Die Beschickung des Fertigers mit Asphalt erfolgte durch eine Öffnung im Zaun in Fahrtrichtung unserer Strecke, was beim Radladerfahrer nach einigen Touren für etwas Übelkeit sorgte. Schließlich musste unsere Strecke vorwärts und rückwärts befahren werden – bei den recht engen Kurven eine ziemliche Achterbahnfahrt.

Zur Mittagszeit war rund die Hälfte der Strecke geschafft und das schwierige Bergaufstück wurde bewältigt. Der Fahrer auf der Walze gab alles um am Ende einen möglichst wellenfreien Belag zu erhalten. Die hängende Haarnadelkurve neben den Tannen war die zweite Schlüsselstelle des Einbaus. Auch dort lief alles problemlos. Ebenso bei der Haarnadelkurve direkt vor unserem Fahrerlager.

Mittlerweile hatten sich die Wolken verzogen und zusätzlich zum heißen Asphalt brannte es von oben herab. Um kurz vor 14:30 Uhr erfolgte der Lückenschluss und die Deckschicht war komplettiert. Insgesamt wurden dafür rund 55 Tonnen Asphalt verarbeitet.

Anschließend gab es für alle Beteiligten ein Mittagessen und für uns die Aussicht, dass die eigentliche Arbeit jetzt erst so richtig beginnt.

Die neue Deckschicht wurde an den Stößen zum alten Belag mit einer Abdichtung versehen sodass kein Wasser zwischen die Schichten kommen kann und ein Aufplatzen durch gefrierendes Wasser im Winter vermieden wird. Anschließend wurden die Flanken wieder mit Erde angefüllt und Rasen gesät. Insgesamt wurden dafür rund 15t Erde verteilt.

An den Stellen der alten Kerbs wurden neue Kerbs mit einheitlicher Form modelliert. Gerade der extreme Kerb vor dem Bergabstück wurde damit deutlich entschärft. Allerdings kommt er noch immer seinem Zweck nach, ein Abkürzen an der Stelle zu vermeiden. Für die Neugestaltung der Kerbs wurden rund 900kg Estrich-Beton rund um die Strecke verarbeitet.

Alle Abweiser sind jetzt einheitlich befahrbar. Ein komplettes Befahren wie vorher an einigen Stellen ist jetzt nicht mehr möglich. Kommt das Fahrzeug zu weit auf den Kerb wird wertvolle Zeit verschenkt.  Dies passiert jetzt an allen Stellen gleichermaßen und böse Überraschungen bleiben weitestgehend aus.

Neben den Arbeiten an den Abweisern musste auch die Zeitschleife wieder neu verlegt werden. Dazu wurden Schnitte in den Asphalt gefräst, der Draht eingelegt und anschließend wieder vergossen.

Abschließend wurden die Kerbs gestrichen und ein neuer Boxenbalken eingebaut. Dieser reicht jetzt bis zum Fahrerlager und ermöglicht somit einen angenehm breiten Weg zum Fahrerstand.

Es sind noch einige Kleinigkeiten zu erledigen aber im Wesentlichen ist der Umbau damit abgeschlossen. Der Greuthofring hat eine neue und deutlich wellenfreiere Asphaltdecke bekommen und wir blicken voll motiviert auf die kommende Outdoorsaison. Sofern die Pandemielage es zulässt werden wir das ein oder andere Rennen veranstalten und auch ein Besuch als Gastfahrer wird wieder möglich sein.

Insgesamt wurden von den Vereinsmitgliedern an 35 Arbeitsdiensten rund 500 Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert. Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen zu Werke gegangenen Mitgliedern und Unterstützern für die tatkräftige Mithilfe bei diesem Unterfangen bedanken! Zudem hat unser Dachverband, der Deutsche Minicar Club die Erneuerung unterstützt – herzlichen Dank! Mit der Firma AMOS Bau hatten wir definitiv den richtigen Partner für dieses nicht einfache Unterfangen an der Hand – danke! Auch bei der Firma Wulle Transporte möchten wir uns für das Beschaffen der Erde bedanken!

Unsere schöne und außergewöhnliche Strecke wurde dadurch nochmals erheblich aufgewertet. In Verbindung mit der zukünftig dauerhaft aktiven Zeitnahme und dem Abrufen der gefahrenen Rundenzeiten per App ist auch für ambitionierte Fahrer ein guter Trainingsbetrieb möglich!

Alle weiteren Neuigkeiten zum Trainingsbetrieb, geplanten Veranstaltungen und weitere Infos werden wir rechtzeitig zum Start der Outdoor-Saison auf unserer Webseite unter www.rcmsc.de veröffentlichen.

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